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30.11.2009

Die biathlonfreie Zeit hat ein Ende

"Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum Weltcup-Auftakt in Östersund. Die 'biathlonfreie' Zeit hat damit endlich ein Ende - und, was natürlich besonders schön ist: Ich bin wieder dabei!

Denn nachdem ich vor ein paar Wochen auf einmal wieder Probleme mit meinem Fuß hatte (diesmal war es aber der andere), hatte ich ehrlich gesagt schon ein bisschen Sorgen, ob das noch alles was wird.

Dabei hatte ich nach meiner Fußoperation im Frühjahr relativ bald wieder richtig gut und schmerzfrei trainieren können. Alles lief wie am Schnürchen und ich hatte eine gute Vorbereitung wie schon lange nicht mehr. Aber dann ging es auf einmal an der anderen Seite los. Nur dass ich diesmal sofort den Not-Aus-Knopf gedrückt habe. Gott sei Dank! Denn so haben wir die Geschichte wieder recht bald in den Griff bekommen.

In Munio, beim Vorbereitungslehrgang, musste ich zwar die ganze Zeit einen weicheren Schuh laufen - aber egal, mit den Touristenschlappen ging es eigentlich auch gar nicht so schlecht! Und vielleicht klappt es ja bis zum Weltcup sogar noch mit dem richtigen Wettkampfschuh, der mir nicht weh tut. Zur Zeit arbeiten jedenfalls eine ganze Menge Leute an einem 'Kathrin-Hitzer-Spezial-Schuh'. Ich komme mir fast schon vor wie Aschenputtel - nur andersrum ...

Auf alle Fälle an dieser Stelle schon mal vielen, vielen Dank an alle, die mithelfen, dass ich irgendwann einmal wieder den richtigen Schuh habe!

Und damit Schluss mit dem Thema. Jetzt heißt es: Nach vorne schauen! Schließlich habe ich mich die vergangenen Monate nicht einfach nur zum Spaß geplagt. Ich bin zwar nicht gerade eine Frühstarterin, aber ich fühle mich gut und will möglichst bald zeigen, dass ich nach meinem Seuchenjahr wieder in der richtigen Spur bin.

Östersund gefällt mir eh richtig gut. Deshalb freue ich mich gleich doppelt auf die ersten Rennen. Ich finde es auch schön, dass unsere Trainer nun allen, die in Munio mit dabei waren, die Chance geben, im Weltcup zu laufen. Klar, man schaut zunächst einmal auf sich, aber irgendwie tut es einem natürlich auch leid, wenn andere, die sich den ganzen Sommer über genauso reingehängt haben, dann zuschauen müssen. Von daher freue ich mich, dass Tina Bachmann und Miriam Gössner auch wieder mit dabei sind.

Nach den drei langen Wochen in Finnland sind wir am Donnerstag abends in Ruhpolding angekommen. Dann lief erst einmal die Waschmaschine heiß: Sage und schreibe sechs volle Ladungen haben Michi und ich insgesamt gewaschen, aufgehängt, getrocknet, zusammengelegt und wieder im Schrank einsortiert. Und weil die Trainingsklamotten andere sind als die für den Wettkampf, haben wir gleichzeitig unsere Taschen für die nächste Woche gepackt. Denn am Sonntag ging es ja schon wieder los.

Irgendwie ist das zwar immer ein Riesenstress, wenn man nur ein paar Tage zuhause ist, aber trotzdem hat es gut getan, nach der skandinavischen Dunkelheit noch mal ein bisschen Sonne zu tanken und mal wieder daheim auf dem Sofa zu liegen.

Am Mittwoch, um 17:20 Uhr, fällt dann endlich der erste Startschuss des Weltcup-Winters. Ich hoffe, dass Ihr mir dann alle die Daumen drückt.
Wäre natürlich schön, wenn ich gleich mal mit einem guten Ergebnis einsteigen könnte. Aber das Wichtigste ist, dass ich jetzt wieder in die Wettkämpfe reinkomme.

Ich weiß, dass ich gut trainiert habe, auch wenn ich im Laufen sicherlich noch ein bisschen 'Luft nach oben' habe. Aber zum einen ist das - mit Blick auf das, was dieses Jahr hoffentlich noch kommt - vielleicht gar nicht so schlecht. Zum anderen auch völlig normal.

So, genug geschrieben und gesprochen: Jetzt läuft der Weltcup-Countdown! Nur noch zweimal schlafen ..."

Eure Kathrin