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29.05.2014

Kathrin kehrt dem Leistungssport den Rücken

Biathletin Kathrin Lang zieht sich nach 16 aktiven Jahren aus dem Leistungssport zurück.

Die gebürtige Obernheimerin, die zuletzt für den SC Siegsdorf startete, lebt und trainiert seit 2006 in Ruhpolding. Lang feierte in ihrer Weltcup-Karriere, in der sie immer wieder verletzungsbedingte Rückschläge einstecken musste, zwei Siege sowie drei weitere Einzelpodeste. Bei der Europameisterschaft 2010 in Otepää holte die vierfache Deutsche Meisterin zweimal Gold.

Erst mit zwölf Jahren stand Kathrin Lang zum ersten Mal auf Langlaufski, war aber sofort Feuer und Flamme für den Sport und meldete sich bei Rudi Denkinger, dem Vater von Simone Hauswald, zum Biathlontraining an. Beim SC Gosheim legte Lang, die damals noch Hitzer hieß, den Grundstein für ihre späteren Erfolge.

Um die schulische Ausbildung und den Leistungssport besser zu vereinbaren, wechselte die Biathletin 2001 auf das Skiinternat Furtwangen. Nach dem Abitur verlegte die damals 20-Jährige ihren Trainings- und Lebensmittelpunkt nach Ruhpolding. In der Saison 2006/07 wurde Kathrin Lang in das Weltcup-Team berufen und lief in ihrem ersten Rennen in der Königsklasse als 25. über die Ziellinie. Lang lieferte als Weltcup-Neuling eine grandiose Saison ab, indem sie sechs Top-Ten-Platzierungen und drei Weltcup-Podeste errang sowie Zehnte im Gesamt-Weltcup wurde. Auch im folgenden Jahr lief die Zollwachtmeisterin immer wieder in die Weltspitze und auf Rang Elf des Gesamtklassements.

Einen herben Rückschlag erlitt die vielversprechende Athletin 2009, als sie aufgrund eines schmerzhaften Überbeins die Saison frühzeitig beenden musste. Eine Operation folgte und ein weiterer Winter mit Problemen, in dem sie auch den Traum von Olympia begraben musste. Ein Jahr später kämpfte sich Lang aber mit Top-Ten- und Top-15-Platzierungen in die erweiterte Weltspitze zurück.

Im Dezember 2011 gab Kathrin Lang ihre Schwangerschaft bekannt und stieg zum Wohl des Kindes aus dem Weltcup-Zirkus aus. Sie heiratete ihren Lebensgefährten, den ehemaligen Biathleten Toni Lang, und feilte gedanklich bereits an ihrem Comeback. In Eigenregie bereitete sich die 27-Jährige auf den olympischen Winter 2014 vor. Sie konnte sich aber nicht für die Olympischen Spiele in Sotschi qualifizieren.